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Knauth Architektur

Bauen im Allgäu

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Maike Knauth

Vier Eigentumswohnungen im kernsanierten Bauernhof im Ortskern von Sulzberg

Historische Substanz, moderne Architektur und Wohnqualität auf höchstem Niveau.

Mitten im Ortskern von Sulzberg im Allgäu entsteht aus einem historischen Bauernhof ein besonderes Wohnprojekt: vier hochwertige Eigentumswohnungen, die den Charakter des alten Hauses bewahren und gleichzeitig modernen Wohnkomfort bieten.

Der bestehende Bauernhof wurde umfassend kernsaniert, energetisch überarbeitet und in vier individuelle Wohnungen aufgeteilt. Dabei blieb die historische Substanz spürbar erhalten: sichtbare Holzelemente, großzügige Raumhöhen, offene Wohnbereiche und liebevoll ausgewählte Materialien schaffen eine besondere Atmosphäre zwischen Alt und Neu.

Die Wohnungen reichen von kompakten Einheiten im Erdgeschoss mit direktem Bezug zum Außenbereich bis zu großzügigen Wohnungen im Obergeschoss mit sichtbarem Dachstuhl, Galeriecharakter und Balkonen. Jede Wohnung wurde eigenständig geplant und bietet eine individuelle Raumqualität.

Besonders reizvoll ist die Lage: zentral im Ort, eingebettet in die Allgäuer Landschaft und dennoch mit kurzen Wegen im Alltag. Hochwertige Ausstattung, durchdachte Grundrisse und der besondere Charme eines kernsanierten Bauernhofs machen dieses Projekt zu einer seltenen Gelegenheit für alle, die nicht einfach nur wohnen, sondern ankommen möchten.

Weitere Informationen zu den verfügbaren Eigentumswohnungen, Grundrissen und Ausstattungsdetails finden Sie auf unserer Projektseite.

Historischer Bauernhof in Sulzberg – Sanierung und Umbau zu vier hochwertigen Wohnungen

Mitten im Ortskern von Sulzberg im Allgäu wurde ein historischer Bauernhof umfassend saniert und zu vier hochwertigen Wohneinheiten umgebaut. Ziel war es, den Charakter des alten Gebäudes zu bewahren und gleichzeitig zeitgemäßen Wohnraum mit hoher energetischer Qualität zu schaffen.

Der Bestand war geprägt von seiner langen Geschichte, seiner einfachen ländlichen Bauweise und der besonderen Atmosphäre eines alten Allgäuer Bauernhauses. Obwohl das Gebäude nicht denkmalgeschützt ist, war der respektvolle Umgang mit der vorhandenen Substanz ein zentraler Bestandteil der Planung. Die Identität des Hauses sollte nicht verloren gehen, sondern sichtbar weiterentwickelt werden.

Eine besondere Herausforderung lag in der Lage des Gebäudes mitten im Ort. Das Grundstück ist überraschend klein und ließ nur begrenzte Spielräume für Baustelleneinrichtung, Erschließung, Außenbereiche und technische Lösungen. Die Planung musste daher sehr präzise auf die vorhandenen Platzverhältnisse reagieren.

Im Zentrum des Projekts stand die Verbindung von historischem Charakter und moderner Wohnqualität. Alte Strukturen wurden erhalten, aufgearbeitet und in das neue Gestaltungskonzept integriert. Gleichzeitig wurden die Grundrisse neu organisiert, die Gebäudehülle energetisch ertüchtigt und die Wohnungen technisch auf einen heutigen Standard gebracht.

Besondere Bedeutung hatte der Dachraum. Der vorhandene Dachstuhl wurde aufgearbeitet und als prägendes Gestaltungselement in die neuen Wohnräume integriert. Dadurch entstanden großzügige, helle Wohnungen mit sichtbarer Holzkonstruktion, hoher Raumwirkung und einem besonderen Gefühl von Weite.

Aus dem ehemaligen Bauernhof entstanden vier individuelle Wohnungen mit unterschiedlichen Raumqualitäten: kompaktere Einheiten im Erdgeschoss mit Bezug zum Außenraum sowie großzügige Wohnungen im Obergeschoss mit offenen Wohnbereichen, Galeriecharakter, sichtbarem Dachtragwerk und Balkonen.

Die Sanierung wurde mit einem klaren gestalterischen Anspruch umgesetzt. Hochwertige Materialien, ruhige Oberflächen, präzise Details und ein zurückhaltendes Farb- und Lichtkonzept verbinden sich mit der historischen Substanz zu einem stimmigen Ganzen. Der Charakter des alten Hauses bleibt spürbar, während die Wohnungen heutigen Ansprüchen an Komfort, Energieeffizienz und Wohnästhetik entsprechen.

Auch die Außenbereiche wurden trotz der begrenzten Grundstücksgröße sorgfältig mitgedacht. Klare Wegeführungen, helle Beläge und gut nutzbare private Freibereiche schaffen einen freundlichen Übergang zwischen Gebäude und Ortsraum.

Das Projekt zeigt, wie ein historischer Bauernhof auch ohne Denkmalschutz mit Respekt, Präzision und gestalterischem Anspruch in eine neue Nutzung überführt werden kann: aus einem gewachsenen Bestandsgebäude entsteht hochwertiger Wohnraum mitten im Allgäuer Ortskern.

Die vier entstandenen Eigentumswohnungen stehen aktuell zum Verkauf. Weitere Informationen zu den Wohnungen, Grundrissen und Ausstattungsdetails finden Sie hier: Luxuriöse Eigentumswohnungen im kernsaniertem Bauernhof

Denkmalgeschütztes Mehrfamilienhaus in Kempten – Kernsanierung eines gewachsenen Stadthauses

Mitten in der Innenstadt von Kempten wurde ein denkmalgeschütztes Mehrfamilienhaus umfassend saniert, das seit etwa 1840 über fast zwei Jahrhunderte hinweg gewachsen, verändert und immer wieder erweitert worden war.

Das Gebäude erzählt seine Geschichte nicht durch repräsentative Größe, sondern durch seine Einfachheit. Gerade diese schlichte, historische Bauweise macht seinen besonderen Wert aus: Es zeigt, wie einfache Stadthäuser im 19. Jahrhundert gebaut, genutzt und im Laufe der Zeit weiterentwickelt wurden.

Über Generationen hinweg waren unterschiedliche Bauteile, Materialien und Konstruktionen hinzugekommen. Fachwerk, Holzwände, massive Bauteile und spätere Ergänzungen trafen im Inneren aufeinander. Aus ehemals getrennten Gebäudeteilen war ein zusammengewachsenes Haus entstanden – mit einer entsprechend komplexen, verschachtelten und teils konfus wirkenden Grundrissstruktur.

Hinzu kam ein erheblicher Sanierungsstau. Seit mindestens 60 Jahren war kaum noch grundlegend in das Gebäude investiert worden. Die Wohnungen waren stark abgewohnt, die technische und energetische Qualität entsprach nicht mehr den heutigen Anforderungen.

Die Herausforderung bestand darin, dieses historische Gefüge nicht zu glätten oder zu überformen, sondern seine Eigenart zu verstehen, zu ordnen und behutsam in die Gegenwart zu führen.

Das Gebäude wurde vollständig kernsaniert, statisch ertüchtigt, energetisch überarbeitet und funktional neu organisiert. Die verschachtelten Grundrisse wurden so angepasst, dass vier helle, gut nutzbare Wohnungen entstehen konnten. Dabei blieb der Charakter des Hauses erhalten, während die Räume deutlich klarer, ruhiger und zeitgemäßer wurden.

Besondere Aufmerksamkeit galt den historischen Spuren im Inneren. Freigelegte Fachwerkwände wurden trockeneisgestrahlt und sichtbar in die Wohnräume integriert. So bleibt das Herz des alten Hauses spürbar – nicht als dekoratives Element, sondern als echter Bestandteil seiner Geschichte.

Auch die Bäder wurden individuell gestaltet und bewusst auf den Charakter des Denkmals abgestimmt. Mosaikfliesen, Riemchen an den Wänden und sorgfältig ausgewählte Materialien verbinden historische Anmutung mit moderner Nutzbarkeit.

Die beengte innerstädtische Lage stellte zusätzliche Anforderungen an Planung und Bauausführung. Das Gebäude steht an mehreren Seiten direkt an der Grundstücksgrenze; lediglich nach Süden öffnet sich ein kleiner Gartenbereich. Die Sanierung musste daher unter äußerst begrenzten räumlichen Bedingungen organisiert und umgesetzt werden.

Entstanden ist ein Mehrfamilienhaus, das seine Herkunft nicht versteckt, sondern sichtbar macht. Ein einfaches, fast 200 Jahre altes Stadthaus wurde in seiner Würde erhalten, technisch auf einen neuen Stand gebracht und für zeitgemäßes Wohnen mitten in Kempten neu interpretiert.

Sanierung und Anbau an ein 100 Jahre altem 2- Familienhaus in Pfronten

Bei diesem Projekt handelt es sich um ein um 1900 errichtetes Zweifamilienhaus in Massivbau- und Holzkonstruktion, das über viele Jahrzehnte nahezu unsaniert geblieben war. Die Aufgabe bestand darin, den historischen Bestand grundlegend zu sanieren, zeitgemäßen Wohnraum zu schaffen und die vorhandene Wohnfläche nahezu zu verdoppeln.

Die besondere Herausforderung lag dabei nicht nur im Zustand des Gebäudes, sondern auch in seiner Lage auf dem Grundstück: Der bestehende Baukörper sitzt deutlich erhöht. Der Innenfußboden liegt rund 1,20 Meter über dem Außenniveau. Gleichzeitig sollte der neue Anbau bewusst auf Erdniveau entwickelt werden. Dadurch entstanden unterschiedliche Höhenlagen zwischen Bestand und Neubau, die architektonisch, funktional und konstruktiv präzise miteinander verbunden werden mussten.

Hinzu kam ein außergewöhnlich geschnittenes Grundstück, das eine klassische Erweiterung kaum zuließ. Statt einer rein additiven Lösung wurde ein eigenständiges Konzept entwickelt: die Spiegelung.

Der neue Baukörper wird als spiegelnder Gegenpart neben den Bestand gesetzt. Er nimmt die Typologie des alten Hauses auf, übersetzt sie jedoch in eine zeitgemäße architektonische Sprache. Durch das Satteldach entsteht eine bewusste Verwandtschaft zwischen Alt und Neu, ohne den Neubau historisierend wirken zu lassen.

Um die maximale Breite des Grundstücks auszunutzen, wird der Anbau in seiner Form präzise auf die Grundstücksgeometrie abgestimmt. In der Mitte knickt der neue Baukörper nach Süden ab, wodurch zusätzliche Sonneneinstrahlung gewonnen und die Wohnqualität deutlich erhöht wird.

Zwischen Bestand und Neubau vermittelt ein verglaster Zwischenbau mit Treppenhaus. Er verbindet die unterschiedlichen Ebenen, schafft Orientierung und macht die Schnittstelle zwischen Alt und Neu sichtbar. Gleichzeitig entsteht dadurch ein heller, transparenter Übergangsraum, der beide Gebäudeteile funktional zusammenführt.

Im rückwärtigen, privaten Grundstücksbereich bildet der Anbau einen eingefassten, geschützten Gartenraum mit viel Abendsonne und ruhigem Blick ins Grüne. Ergänzt wird das Konzept durch eine integrierte Garage mit zwei Stellplätzen sowie zwei weitere Außenstellplätze.

Das Projekt zeigt, wie aus einem nahezu unsanierten Bestandsgebäude durch präzise Analyse, kreative Grundstücksausnutzung und respektvolle Erweiterung ein neues, zukunftsfähiges Wohnkonzept entstehen kann: historischer Bestand bleibt erhalten, wird energetisch und funktional erneuert und durch einen klar gesetzten Neubau zu einem stimmigen Ganzen weiterentwickelt.

Podcast – Architekten und ihre Marken

Ich war heute im Podcast @Architekten und ihre Marken zu Gast! Gemeinsam mit den Gastgebern Maximilian Dormann und Kenny Schubert haben wir über meine Herzensthemen Altbausanierung, Denkmalschutz, Positionierung, Unternehmertum und viel viel mehr gesprochen. Den Podcast kann ich wirklich jedem Architekten und jeder Architektin empfehlen. Er ist genauso ratsam für jeden, der einmal hinter die Kulissen der Architektenwelt blicken will.

Hier kannst du in unsere Podcastfolge reinhören

Spotify: https://open.spotify.com/episode/2Gms92lEIOU0BqsoA8xBP1 iTunes: https://podcasts.apple.com/us/podcast/architektin-f%C3%BCr-altbausanierung-und-denkmalschutz-maike/id1589664560?i=1000538140611

Starke Frauen im Beruf – Kemptener Architektin spricht beim Speaker Slam auf Clubhouese

5 Kostenfallen beim Hausbau

In meinen vorherigen Blogs konntest du schon von Kostenschätzungen und Kostenberechnungen lesen. Diese Aufstellungen der Kosten orientieren sich in aller Regel an die DIN 276. In der DIN 276 wird zwischen sieben Kostengruppen unterschieden und sind fortlaufend von KG 100 bis KG 700 nummeriert.

KG 100 Grundstück
KG 200 Vorbereitende Maßnahmen
KG 300 Bauwerk – Baukronstruktion
KG 400 Bauwerk – Technische Anlagen

KG 500 Außenanlagen
KG 600 Ausstattung und Kunstwerke
KG 700 Baunebenkosten

1 Das Grundstück
In der KG 100 sind die Kosten für das Grundstück und die Nebenkosten enthalten. Zu diesen sehr wichtigen Kosten gehören die Grunderwerbssteuer, die Notarkosten für den Grundstückskauf oder die Kosten für den Grundbucheintrag.

  • Grunderwerbssteuer 3,5 % bis 6,5 % je nach Bundesland des Grundstückspreises
  • Notarkosten für den Grundstückskauf liegen bei 1 %
  • Für den Grundbucheintrag mit Notarkosten 2% des Grundstückspreises
  • Kosten für den Immobilienmakler je nach Bundesland zwischen 3 % und 8 % plus Mehrwertsteuer

Zur KG 100 gehört ebenso auch das sogenannte „Freimachen“. Auf machten Grundstücken sind noch Rechte abzulösen oder müssen übernommen werden.

TIPP
Ich möchte dir empfehlen eine Gutachterin vor dem Kauf hinzuzuziehen. Es ist nicht verpflichtend, aber es gibt dir mehr Sicherheit bei den Kosten. Wenn du ein unbebautes Grundstück kaufst, sollte ein Bodengutachter den Boden auf Qualität, Beschaffenheit und Standfestigkeit prüfen. Evtl. muss ein Bodenaustausch vorgenommen werden, bevor du gründest oder du brauchst eine spezielle Gründung. Bei dem Erwerb einer älteren Immobile kann dir die Gutachterin die Bausubstanz begutachten und die notwendigen Kosten schätzen für die Sanierung. Aber auch bei meinem Neubau kann eine Gutachterin den Bauprozess begleiten und so vor viel Schaden und Ärger bewahren. Vereinbare mit dem Verkäufer oder Makler, dass die Gutachterin jederzeit Zugang zur Baustelle hat und sich ein realistisches Bild machen kann.

Ich unterstütze dich gerne dabei, nimm einfach Kontakt mit mir auf!

2 Die Erschließung
Die Kosten für Herrichten und Erschließung sind in der KG 200 enthalten. Die öffentliche Erschließung wird von der Gemeinde, Stadt oder Versorgungsunternehmen hergestellt. Diese legen dir Strom, Gas, Wasser, Abwasser, Telekom, etc. oder auch die Straße bis zu deiner Grundstücksgrenze. Die Kosten hierfür sind üblicherweise Abhängig von der Grundstücksgrenze und werden über Pauschalen abgerechnet.

ACHTUNG
Diese Leitungen werden nur bis zur Grundstücksgrenze gelegt, nicht bis zu deinem Haus. Die Kosten für die Leitungsverlegung von der Grundstücksgrenze bis in dein Haus gehören zu den nichtöffentlichen Erschließungskosten.
Vor Kaufabschluss kannst du bei deiner Gemeinde oder Stadt diese Kosten anfragen.

Wenn auf deinem Grundstück Gebäude stehen, die abgerissen werden soll oder Pflanzen und Bäume gerodet werden müssen, gehört dies zum Herrichten. Diese Kosten sind sehr variabel und sollten mit bedacht werden.

3 Ein Fertighaus
Bei vielen Fertighaus – Herstellern bekommst du ein Angebot mit „ab OK Bodenplatte“. Dies bedeutet, dass du die ganzen Vorbereitungen wie Aushub, nichtöffentliche Erschließung und Bodenplatte selber herstellen musst. Wenn die einen Keller möchtest, musst du dich auch darum selber kümmern. Diese Kosten gehören in die KG 300.

4 Der Garten
Die gesamten Außenanlagen gehören in die KG 500, dies sind Garten, Pflanzen, die Zuwege wie die Hofzufahrt oder gepflasterte Gehwege und Stellplätze und der Zaun. Die Kosten für die Garten- und Hofgestaltung sind sehr abhängig von deinen Wünschen. Du kannst die Fertigstellung auch erst einmal zurück stellen und dich in ein paar Jahren darum kümmern.

5 Die Nebenkosten
In der KG 700 sind die Honorare für die Architektin, den Statiker, HLS und Elektro Planung, Entwässerungsgesuch und Gutachter enthalten. Je nachdem wie umfangreich du planst sind hier mit Kosten zwischen 15 % und 20 % der Bausumme zu rechnen.
Natürlich denkst du jetzt, dass diese Kosten ziemlich hoch sind. Aber das Gegenteil ist der Fall. Es ist viel günstiger Fehler zu vermeiden. Wie du bereits in meinen anderen Blogs lesen konntest, bringen diese Fachplaner sehr viel Wissen und Erfahrung mit, da dies ihr tägliches Brot ist. Du baust nur einmal im Leben. Dann kann es vorkommen, dass gewisse Details nicht durchdacht sind, wie die Leitungsführung oder Anschlüsse, die Abdichtung am Haus außen oder in den Naßräumen. Auch können dir die Fachplaner Tipps für Förderungen vom Staat geben. Natürlich sind die Fachplaner nicht unfehlbar. Aber das Risiko ist deutlich reduziert.
Wenn du aber selber planst und aufgrund dessen viele Änderungen notwendig sind, da du natürlich nicht alles bedenken kannst, kommen zusätzliche Kosten auf dich zu. Der Handwerker schuldet nur die Leistung, die ihr zu Beginn vereinbart habt. Jeden zusätzlichen Handgriff lässt er sich über die Stundenabrechnung teuer bezahlen. Hinzu kommt noch der zeitlich Verzug da die Handwerker nicht just in time auf der Baustelle sind und die Verzögerungen die Bauzeit immer weiter verlängern.

Du siehst also, dass eine genaue Planung und Koordinierung durch die Fachplaner durchaus Sinn machen und schlussendlich sogar Geld und viel Ärger spart.


Was sind Leistungsphasen?

In meinem Blog „Was kostet die Architektin?“ hab ich dir von den wichtigsten Faktoren für das Architektenhonorar erzählt. Dieses Architektenhonorar gliedert sich in insgesamt neun verschiedene Teil- Leistungen, welche in der HOAI, der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure, definiert sind. Je nachdem, welche Leistungsphasen (LPH) du von der Architektin benötigst, werden die entsprechenden Prozentsätze abgerechnet. Diese Prozentsätze sind in der HOAI natürlich auch festgelegt.

1 Grundlagenermittlung
2 Vorplanung
3 Entwurfsplanung
4 Genehmigungsplanung
5 Ausführungsplanung
6 Vorbereitung der Vergabe
7 Mitwirkung bei der Vergabe
8 Objektüberwachung
9 Objektbetreuung

2 %
7 %
15 %
3 %
25 %
10 %
4 %
32 %
2 %

LPH 1 Grundlagenermittlung
In der ersten Leistungsphase befasst sich die Architektin mit der Analyse und Bestandsaufnahme des Objektes. Sie beschreibt den Beginn des Objektes, hier werden deine Wünsche abgeklärt und eine Ortsbesichtigung ist in den Kosten enthalten. Die Randbedingungen der Planung werden festgehalten. Diese Phase macht 2 % der gesamten Kosten aus.

LPH 2 Vorplanung
Nun wird das gesamte Konzept des Objektes erarbeitet und die für die Planung wichtigen Beteiligten hinzugezogen um die Machbarkeit zu prüfen. Auch die ersten Gespräche mit den Behörden werden geführt. Die Planung umfasst grobe Skizzen. Die Architektin ermittelt eine Kostenschätzung für die geplanten Maßnahmen. Die Leistungsphase 2 wird mit 7 % des Gesamt- Architektenhonorars abgerechnet.

LPH 3 Entwurfsplanung
Für die Baumaßnahme wird nun ein Entwurfsplanung erarbeitet, alle Vorgaben und Bedingungen aus der LPH 1 und 2 werden hierbei berücksichtigt. Diese Zeichnungen werden im Maßstab 1:100 erstellt, das bedeutet, 1 Zentimeter auf dem Plan ist 1 Meter in Wirklichkeit. Das Projekt nimmt langsam Form an und die Architektin ermittelt dir die Kostenberechnung. Es werden 15 % der Gesamtkosten für diese Leistungsphase angesetzt.

LPH 4 Genehmigungsplanung
Damit du dein Neu- oder Umbau tatsächlich realisieren darfst, wird eine Genehmigung der Behörde benötigt. Hierfür erstellt die Architektin dir die Bauantragspläne, alle notwendigen Formulare werden ausgefüllt und alles mindestens dreifach an die Genehmigungsbehörde übersandt. Auch die gesamte Korrespondenz mit den verschiedenen Behörden übernimmt die Architektin für dich. Hierfür rechnet sie 3 % des Gesamthonorars ab.

LPH 5 Ausführungsplanung
Nun werden für dein Objekt die Ausführungspläne und Details gezeichnet. Dies erfolgt im Maßstab 1:50 ( 1 cm auf dem Plan sind 50 cm in Wirklichkeit) bis zu einem Maßstab in 1:5, je nachdem wie auf der Baustelle der Plan benötigt wird. Diese Pläne sind die Grundlage für alle Arbeiten auf der Baustelle. Die am Bau Beteiligten lassen ihre Erfahrungen und Vorgaben mit in die Planung einfließen, sodass ein reibungsloser Ablauf auf der Baustelle garantiert ist. Diese sehr umfangreichen Planungen machen 25 % von den Architektenkosten aus.

LPH 6 und 7 Vorbereitung und Mitwirkung bei der Vergabe
Die Ausführungspläne sind die Grundlage um die notwendigen Leistungen und Gewerke auszuschreiben. Die Nachunternehmer bzw. Handwerker erhalten von der Architektin einen Ausschreibungstext mit Leistungsverzeichnis indem sie ihre Preise eintragen. So können die Leistungen und Preise der Nachunternehmern bzw. Handwerken untereinander und mit den marktüblichen Preisen verglichen werden. Nachdem alle Angebote geprüft wurden, werden Bietergespräche geführt um alle Fragen zu klären und vielleicht einen Nachlass zu erhalten. Auf Grundlage dieser Ergebnisse spricht die Architektin dann eine Empfehlung aus für die Firma mit dem besten Preis-/ Leistungsverhältnis. Hierfür erhält sie insgesamt 14 %.

LPH 8 Objektüberwachung
Die Objektüberwachung oder auch Bauleitung genannt ist der wichtigste Part während der gesamten Phase. Die Architektin überwacht die Einhaltung des Terminplanes und koordiniert alle am Bau Beteiligten. Darüber hinaus gehört es zu ihren Aufgaben zu überprüfen, dass die Handwerker alle vereinbarten Leistungen vollständig und nach den aktuellen technischen Vorschriften sowie DIN- Normen und Herstellervorschriften erbringen. Die Baustellenbesuche werden im Bautagebuch dokumentiert. Zusätzlich prüft die Architektin die Rechnungen der Handwerker zum einen darauf, ob die Leistungen der Vereinbarung entsprechen, ob sie erbracht worden sind und auch mangelfrei fertig gestellt wurden. Nach Abschluss der Arbeiten erfolgt die Abnahme der vereinbarten Leistungen durch die Architektin und stellt zugleich auch den Beginn der Gewährleistung dar. Für diese anspruchsvolle und sehr zeitintensiven Leistungen erhält sie 32 % der gesamten Architektenkosten.

LPH 9 Objektbetreuung
Die letzte Leistungsphase wird meist gesondert beauftragt und hat die Aufgabe, dass die Gewährleistungsansprüche festgestellt und bewertet werden. Zum Ende der Gewährleistungsfrist wird das Objekt gemeinsam begangen und die Gewährleistungsmängel festgehalten. Die letzten 2 % des Honorars werden hierfür berechnet.

Natürlich verursacht die Architektin Kosten, doch dafür bringt sie einen gigantischen Nutzen. Die Meisten mussten sich schon mit Handwerkern rum ärgern, weil sie entweder nicht termingerecht ihre Arbeiten erledigt haben oder einige Sachen schief gelaufen sind. Darüber hinaus verfügt die Architektin über unglaublich viel Fachwissen, da sie nicht nur einmal ein Haus baut, sondern regelmäßig. Sie kann dir auch viele Tipps und Ratschläge geben, wie Kostenfallen vermieden werden können. Von den 5 größten Kostenfallen erzähle ich dir in meinem nächsten Blog.

Foto: IWW Institut für Wissen in der Wirtschaft/ www.ingenieur.de

Was kostet die Architektin?

Wenn du ein neues Haus bauen möchtest oder eine Sanierung einer bestehenden Immobilie planst, dann möchtest du auch wissen, wie hoch am Ende die Rechnung der Architektin ist.

Das Honorar der Architektin kann seit dem 01. Januar 2021 frei verhandelt werden. Die Honorartafel der HOAI, der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure, dient hierbei als Orientierung und wird für gewöhnlich weiterhin herangezogen. Das Honorar setzt sich aus vielen verschiedenen Faktoren zusammen. Die zwei wichtigsten Faktoren sind

1 Der Schwierigkeitsgrad des Gebäudes, Honorarzonen I – V

Die Honorarzonen beschreiben den Schwierigkeitsgrad des Projektes von I bis V. Die Zonen III und IV werden beim Bau eines Wohnhauses angewendet und beinhalten eine durchschnittliche oder hohe Planungsanforderung. Die Planungsanforderung definiert sich durch den Aufwand bei der Erstellung der Bauzeichnung und der entsprechenden Baubegleitung. Die Honorarzone I oder II wird bei einfachen Gebäuden angewendet wie beispielsweise bei der Planung einer Lagerhalle.

2 Das Bauvolumen mit den Netto Baukosten

Das Bauvolumen, in der HOAI die „anrechenbaren Kosten“ genannt, ist ein Teil der Kosten für die Herstellung, den Umbau oder Sanierung von Objekten sowie für die damit zusammenhängende Aufwendungen. Diese Kosten werden von der Architektin in den verschiedenen Leistungsphasen nach den Vorschriften auf Grundlage der ortsüblichen Preise ermittelt. Die Umsatzsteuer ist nicht Bestandteil der anrechenbaren Kosten. Wenn das Objekt saniert oder instand gesetzt werden soll können noch Zuschläge aufgrund des erhöhten Aufwandes bis zu 50% vereinbart werden.

Generell gibt es die Faustformel, dass für die Architektin in etwa 10% der gesamten Bausumme (bei Neubau) für das Honorar eingeplant werden soll. Dieses Honorar umfasst dann alle Leistungen der Leistungsphasen 1 bis 9. Jede Leistungsphase beinhaltet unterschiedliche Leistungen, die ich dir gern im nächsten Blog- Beitrag aufgliedere.

Mehrfamilienhaus in Gottmadingen

Auf einem schmalen Grundstück in Gottmadingen bei Konstanz entwerfen wir ein Mehrfamilienhaus. Hier stellen sowohl der steile Hang, als auch die geforderten Stellplätze eine planerische Herausforderung dar. Die Wohnungen sollen lichtdurchflutet, barrierefrei und kostengünstig erstellt werden. Wir begleiten unseren Bauherren bei der Vor- sowie Entwurfsplanung und erstellen den Bauantrag.

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